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Ihre Sicherheit

Brandschutzerziehung

FEUER“ – Wie Kinder lernen, damit umzugehen

 

Jährlich müssen etwa 800 Kinder mit Brandverletzungen behandelt werden. 400 davon sind schwerstbrandverletzt!

Feuer hat auf Menschen eine besondere Anziehungskraft. Bereits ab dem 5. Lebensjahr ist es daher sinnvoll, Kinder für die Gefahren von Feuer zu sensibilisieren. Hierdurch können Brände und die damit verbundenen Schäden für Menschen, Tiere, Sachwerte und die Natur verhindert werden.

Die Feuerwehr Augustdorf bietet daher im Auftrag der Gemeinde Augustdorf Brandschutzerziehung für Kinder an.

 

Was heißt Brandschutzerziehung in Kindertageseinrichtungen?

Brandschutzerziehung ist ein ehrenamtlich erteilter Unterricht, in dem Kinder lernen, wie sie potentielle Brandursachen erkennen und beseitigen können.

In theoretischen und praktischen Einheiten wird den Kindern aufgezeigt, wie schnell (z.B. durch Unachtsamkeit) ein Feuer ausbrechen kann, wie man dieses verhindern kann und wenn doch einmal etwas passiert, wie man sich richtig verhält und einen korrekten Notruf absetzt.

Die Brandschutzerziehung findet bereits bei Kindern in Augustdorf in den jeweiligen Kindertageseinrichtungen statt.

Durch das Vorstellen der Ausrüstung einer Feuerwehr, ganz besonders der persönlichen Schutzausrüstung der Einsatzkräfte, soll gerade den Kindern die Angst genommen werden, die bei Rauch und Flammen entsteht, aber auch von den mit Atemschutzmaske ausgestatteten Feuerwehrleuten ausgehen kann.

 

Welche Inhalte gehören zur Brandschutzerziehung?

Für weitere Informationen bitte den jeweiligen Punkt auswählen:

+ Verhalten im Brandfall (auswählen)

Hier soll erlernt und besonders geübt werden, welches Verhalten im Brandfall zu verfolgen ist. Spielerisch werden die Kinder an das Thema heran geführt, um evtl. Vorurteilen entgegen zu wirken.

+ Gefahren durch Rauch (auswählen)

Bei diesem Themenbereich geht es darum, dass den Kindern bewusst wird, wie gefährlich nicht nur das Feuer, sondern auch der Rauch ist. Durch kleine Experimente werden den Kindern die Rauchentwicklung und die damit verbundenen Folgen verdeutlicht.

+ Umgang mit Zündmitteln (auswählen)

Wie zünde ich eine Kerze an? Mit dem Streichholz, welches evtl. schon angebrochen ist? Oder doch lieber mit dem Feuerzeug von Mama? Oder kann ich auch den Herd dafür nehmen? Gar nicht so einfach!

Damit jedes Kind weiß, wie man sicher eine Kerze anzünden kann, wird dieses geübt. Auch werden verschiedene Materialien versucht anzuzünden, denn nur wer weiß, was brennt und wie es geht, kann es verhindern.

+ Der Notruf 112 (auswählen)

Der Notruf 112 ist wichtiger Bestandteil der Brandschutzerziehung. Es wird erklärt, wer unter dieser Nummer zu erreichen ist, dass diese Nummer nur im Ernstfall angerufen werden darf und was erzählt werden sollte, wenn diese Nummer gewählt wurde.

An einer so genannten Übungstelefonanlage hat jedes Kind die Möglichkeit zu üben.

+ Vertrauen zu der Feuerwehr aufbauen (auswählen)

Nun ist der Ernstfall eingetreten – und jetzt?

Jetzt ist es wichtig zu wissen, dass die Feuerwehr jedem Menschen helfen möchte! Man braucht keine Angst zu haben und sich schon gar nicht vor ihr zu verstecken!

Die Feuerwehrleute bieten den Kindern die Gelegenheit, sie einmal hautnah zu sehen. Die Feuerwehrwache zu besuchen, die Einsatzkleidung anzufassen und mit den Einsatzkräften zu sprechen. Ziel ist es hier, den Kindern die Angst vor der Feuerwehr zu nehmen und ganz besonders vor den Feuerwehrleuten mit Atemschutz.

 

Wie läuft die Brandschutzerziehung ab?

Den Kindertagesstätten stehen verschiedene Materialien zur Verfügung. Diese Befinden sich in großen Koffern und Kisten.

Sie werden etwa 2 Wochen vor Projektbeginn ausgeliefert.

Nun hat das Personal der Einrichtungen die Möglichkeit, sich in die Arbeitsmaterialien einzuarbeiten.

Nach der Einarbeitung, ca. 2 -3 Wochen vor Besuch der Feuerwehr, beginnt das Projekt in der Einrichtung.

Den Kindern wird das Arbeitsmaterial vorgestellt, sowie die Aufgaben der Feuerwehr.

 

Folgende Schwerpunkte werden dabei besonders ausführlich besprochen:

  • Unterschied zwischen Freiwilliger Feuerwehr und Berufsfeuerwehr
  • Was macht die Feuerwehr?
  • Notruf absetzen
  • Schutzausrüstung eines Feuerwehrmanas
  • Verhalten im Brandfall
  • Rauchentwicklung und Rauchmelder
  • Wie gefährlich ist Feuer?
  • Was brennt, was brennt nicht?
  • Löschwasserversorgung

 

Das Projekt endet mit einem Besuch bei der Feuerwehr, wo jedes Kind noch einmal die Möglichkeit hat, sein erlerntes Wissen wiederzugeben. Hierzu werden auch die Eltern/ Erziehungsberechtigen eingeladen. In einem theoretischen Teil wird das Erlernte noch einmal abgefragt und in einem praktischen Teil dürfen die Kinder Feuerwehrausrüstung benutzen.

 

Was heißt Brandschutzerziehung in Grundschulen?

Brandschutzerziehung wird im Rahmen von Schulsicherheitstagen durchgeführt. Die Ausführungen werden in der nächsten Zeit hier eingepflegt,

 

Allgemeines zur Brandschutzerziehung

Für wenn ist die Brandschutzerziehung gedacht? Wer soll angesprochen werden?

Das Konzept der Brandschutzerziehung ist für die älteren Kinder in Kindertagesstätten und für Kinder in Grundschulen gedacht.

 

Was ist besonders wichtig für die Brandschutzerziehung?

Das Interesse der Kinder, aber auch derer, die das Thema vermitteln, sollte vorhanden sein.

Es ist ein ernst zu nehmendes Thema, welches intensiv im letzten Jahr vor der Schule oder im Anfang der Schullaufbahn besprochen werden sollte.

 

Was sagt die Feuerwehr zur Brandschutzerziehung?

Die Brandschutzerziehung ist ein sehr wichtiger Teil unserer Arbeit. Durch sie soll der sichere und vor allem richtige Umgang mit dem Element Feuer erlernt werden.

 

Rechtliche Bestimmungen

Immer dann, wenn Feuer entzündet wird, ist es zur Wahrnehmung der Aufsichtspflicht erforderlich, die Sicherheitsmaßnahmen zu beachten und die Kinder auf angemessenes Verhalten sowie mögliche Gefahren hinzuweisen.

Im Sinne des vorbeugenden Brandschutz sollten Aufsichtspersonen in Einrichtungen wissen, wo die Feuerlöscher sind, wie die Fluchtwege verlaufen, welche Sammelstellen es gibt, wie rasch Hilfe herbeigerufen werden kann.

Es wird empfohlen, einmal pro Jahr eine Alarmübung durchzuführen.

Folgende Regeln müssen dabei beachtet werden:

  • die Einrichtung rasch räumen
  • behinderten Kindern helfen
  • ältere Kinder nehmen Rücksicht auf jüngere
  • Sicherheit geht vor Schnelligkeit
  • Gruppen suchen geschlossen ihren vereinbarten Sammelplatz auf
  • Vollzähligkeit feststellen
  • Menschenrettung geht vor Brandbekämpfung